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Beitrag anlässlich meines 1o Jährigen Züchter- Jubiläums.
Als ich ein Kind war, war es nicht üblich mit Kindergärten und
Kindertagesstätten - vor allem nicht auf dem Lande, wo ich aufgewachsen
bin. Meine Mutter hat mir erzählt, dass wenn sie mit dem melken geholfen
hat, hat sie mich oft in eine leere Kälberbox mit Stroh gesteckt. Es
vergingen nicht viele Minuten, bevor ich mit dem Arm voller schöner
Bauernhofkatzen da saß, die sollten jedoch lieber eine wenig wild
bleiben, andernfalls glaubte Vater, dass sie ihre Arbeit als Mäusefänger
nicht gerecht wurden.
Als ich ein wenig älter war, gelang es mir, eine Mutterkatze mit in mein
Bett zu schmuggeln, wo sie in der Nacht 5 Kätzchen geboren hat. Ich habe
das nie vergessen, wie es war mit der Taschenlampe unter der Decke, eine
Katzengeburt zu erleben.
Es sollte jedoch viele Jahre dauern, bis ich wieder eine Katzengeburt in
meinem Bett erleben durfte.
Mein Züchtername "NARYSCHKINA" ist Russisch, und das hat natürlich seine
Erklärung. Er wurde vor vielen Jahren wegen meiner russischen Windhunde,
auch bekannt als der Barsoi, eingetragen.

Es sind nur meine zwei rechts im Bild, der Rest ist Familie.
Sie waren viele Jahre mein großes Interesse, Ausstellungen, Wettrennen
und Coursing.
Aber mit der Hundezucht klappte das nicht so recht, als ich endlich eine
schöne Hündin hatte, konnte sie keine Welpen bekommen.
Als ich im Jahr 1987 geschieden wurde, war mir klar, das ich ein Hobby
finden musste, wo ich mit weniger Platz auskommen würde.
Und was war näher, als an Katzen zu denken. Diejenigen die Windhunde
kennen, wissen von ihrem aristokratischen Aussehen und ihrem sensiblen
Wesen, und wird verstehen, warum ich die Siamesen wählte.
Bevor ich einen Züchter gefunden hatte, wo ich kaufen wollte, wurde es
erstmal ein roter Hauskater „Ivan von Olsen", aus Dänemark (er wurde 15
Jahre alt), ich habe ihn durch den Zoll in meiner Jackentasche
geschmuggelt. Ich lebte damals in Deutschland und arbeitete auf einer
dänischen Fähre.
CH. Black Earl von Avathar ORI n kaufte ich 1988 von Hildegard Barth. Es
ging auf einige Ausstellungen mit Ivan und Earl, aber ich muss ehrlich
zugeben, dass ich mich fehl am Platz fühlte auf einer Katzenausstellung.
Die Katze im Käfig, und dann nur zuzusehen wie ein Steward das Tier
präsentiert!
Zu der Zeit war es nicht üblich, dass man selber sein Tier zum Richter
bringt.
Von Hundeausstellungen war ich ja gewönnt das es wirklich viel Übung und
Arbeit kostet, um ein Tier optimal vorzustellen.
Inzwischen waren meine Hunde alt geworden, und als ich auf einer
dänischen Ausstellung eine weiße Siam „Foreign-White“, gesehen habe,
wusste ich, das wird meine nächste Katze.
Im Frühjahr 1989 konnte ich die Zuchtkatze Angelica's White Medea in
Dänemark kaufen, eine schöne, große und robuste Siamesin, die der Anfang
von meiner Siamzucht wurde.
Schneewittchen oder die Königin, wie sie im täglichen Leben genannt
wurde, bekam ihren ersten Wurf im Mai 1990 in meinem Bett.
Recht unerfahren und was Ahnen anbelangt hatte ich einen guten Start,
mit einem guten Mentor an meiner Seite, nämlich der Besitzerin,
Hildegard Barth, vom Vater meines ersten Wurfes, IC. Commance v.
Eisenstein mit Conquest, van Deurs, San-T-Ree und Uruguay in den
Linien, und Angelica's White Medea, mit Al Katta, Indigo,
Orinoco’s sowie ebenfalls Uruguay und San-T-Ree in ihren Linien.
Ich muss zugeben, mir hat das zu diesem Zeitpunkt nicht viel gesagt.
Das sollte sich jedoch später ändern.
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Rawly Naryschkina
Ein Kater aus dem Wurf GIC. Rawly Naryschkina SIA w 67, ging nach
Holland als Zuchtkater.
Rhayan - auch en weißes Katerchen wurde BIS auf seiner ersten
Ausstellung.
Ich wollte ihn schrecklich gerne behalten, aber mein gesunder
Menschenverstand hat gesiegt, denn wie mein damals neuer Lebenspartner
sagte, und heute noch sagt: Wir haben beide nur zwei Hände!
Für Medea's nächsten Wurf 1991, nach dem IC. Legendary v. Avathar mit
amerikanischen Linien San-Toi's und Calermar, kamen zwei hübsche
Seal-Point Mädchen, Schalimar ging nach Italien und wurde IC. Leider war
die Kommunikation nicht so gut, und ich habe sie nicht sehr lange
verfolgen können, aber ich weiß, dass sie mehrere Würfe bekommen hat mit
verschiedenen Katern.
(damals 1991, hatten wir kein Internet)
Die Schwester Samsara, kam zu Hildegard Barth, „von Avathar“ wo sie in
der Zucht eingesetzt wurde.
Als ich auf einer Ausstellung in Dänemark den EC. Dan's Thai Ieyasu,
nach (EC.Chantina Justinian ORI b X CH.Spinx Quality Street ORI b)
gesehen habe, war ich sicher, wenn möglich, sollte er der Vater für
meinen nächsten Wurf sein.
Schicksal wurde, dass zum Zeitpunkt als die Königin auf „Herrenbesuch“
wollte, Ieyasu's Besitzer mitten im Umzug waren, so dass ich den Kater
zu uns holen durfte.
Ob es nach dieser Woche, die ich mit diesem Kater verbringen durfte, an
der Zeit war, meine Meinung zu ändern, das ich nie einen Zuchtkater habe
wollte, kann ich nicht sagen, aber es ist ziemlich sicher, dass er einen
großen Einfluss darauf hatte.
Ieyasu ist Vater von einigen Würfe hier, und es gibt ein paar Mädchen
die ich erwähnen möchte: IC. Xyntia Naryschkina SIA w 67, die bei Horst
Bischoff und Richterin Ursula Loohse wohnte, und aus einer späteren
Paarung ist die IC. Zindy Naryschkina SIA b zu Barbara Presley gegangen.
Aus Medea’s letztem Wurf im Mai 1995 (mit Moulin Rouge's Bryant SIA n),
kann ich erwähnen, dass IC. Cosima Naryschkina, in die Zucht „Braun
Brimiso“ von Britt Hansen ging.
Nach dem frühen Tod von Britt Hansen war Cosima eine kurze Zeit wieder
bei mir, und mit „Bølle-Kindern“ im Bauch ist sie in die Zucht nach
Deutschland gegangen, denn die Königin hat ihre Tochter leider nicht
wieder in die Familie aufgenommen.
Im August 1995 hielt „Bølle“ seinen Einzug in unsere kleine Familie.
Sein richtiger Name IC. Tiptap-TomToms Asterion SIA n ist nach GIC.
Quinten von der Marcken SIA n (hier sind englische und schwedische
Linien hinter), die Mutter ist Athina v. Eisenstein. Vater von Athina
ist WW. Chanteclairs Hercules.
Unsere Absicht war es, das er ein paar Jahre decken sollte, es sollte
doch anders kommen. Ja, es wurden ein paar Jahre mehr, denn Bølle war
einfach der wunderbarste Kater den man sich denken konnte, und wir
hatten nicht das große Problem mit markieren, und wir hatten den Raum
für ihn, somit durfte er seine kostbarsten Teile ein wenig länger
behalten.
Seine Kinder erbten sein wunderbares Temperament, und auf den
Ausstellungen konnten wir seine Kinder bewundern. Denn das ist mein
Ziel, wunderschöne klassische und harmonische Siamesen zu züchten.
Im Sommer 1996 wurde ein Traum in die Tat umgesetzt, als ich ein kleines
Blue-Point Mädchen von Karin Pedersen, Winnetou's Laila Naryschkina
bekommen habe. Sie ist unsere kleine Prinzessin. Sie hat auch das, was
ich sehr schätze, nämlich ein wunderbares Temperament.
Prinzesschens ersten Wurf sollte natürlich mit Bølle sein, und es waren
7 schöne Kinder - 4 Seal-, 1 Blue- und zwei Lillac-Point. Drei von ihnen
(ich dachte, es würde zu viel mit allen) wurden auf einer Ausstellung
Bester Wurf.
Jeder Abschied ist schwer, und Enya SIA c, fand das wohl auch, denn
jedes Mal, wenn Käufer kamen, verhielt sie sich so schrecklich, dass Sie
niemand haben wollte, und somit blieb sie bei uns. Ihr Kosenahme "Trille",
(übersetzt Röllchen) bekam sie sehr früh. Sie war nicht mehr als 4 ½
Monate als sie rollig wurde, und sie rollte sich immer vor unseren
Füßen, ich bin mir sicher, dass Sie es machte, um unsere Aufmerksamkeit
zu bekommen.
Aus Prinzesschens 2. Wurf, es waren 6 schöne Blue-Point Kinder, nach CH.
Ivantes Yamtai (EC. Schermese Legacy x San-T-Ree Torti Spot), gingen
Drei in die Zucht nach Deutschland.
Trille hatte eine ungeheure Ausstellungskarriere, wo Sie in einem halben
Jahr Internationaler Champion wurde. Ich glaube, sie dachte: Let's get
it.
Lasst uns das so schnell wie möglich überstehen. Sie weiß, ich denke,
die weiblichen Zuchttiere sollten nicht so viel zur Ausstellung, lieber
vor dem ersten Wurf, und dann sollen Sie das Leben genießen.
Sie war 1 ½ Jahre, als Sie mit Longwiew Sir Lancelot SIA n, (G.CH.
Roysterer Shermisian SIA c Shermese Temple Flower SIA n)einem sehr
schönen Zuchtkater, den meine Freundin Hildegard Barth importiert hat
aus England, ihren ersten Wurf hatte.
Fünf schöne Kitten hat sie Neujahrsmorgen 1999 geboren. Von denen gingen
3 Mädchen an Züchter in Dänemark, und ein Kater nach Deutschland.
In Prinzesschens Wurf im Jahre 1999 waren es nur zwei, sie dachte wohl
genug, im ersten Wurf sieben, im zweiten sechs, nun wolle sie das
genießen mit zwei, es war mit Sir Lancelot als Vater. Er vererbt einfach
ein gutes Temperament und wunderschöne harmonische Tiere.
Er ist auch der Vater der IC. Nissen's Vimmer SIA a.
Ja, und somit ist Vimmer Vater von Trilles Wurf im Jahre 1999, Joker und
Janka, die beiden reisten nach Paris, wo sie bei Madame Isabelle
Courier (Præsident des AFAS) und ihrer Tochter in die Zucht gingen.
Trille ist wie ihre Mutter, eine sehr gute Mutter, und sie ist mit Leib
und Seele Mutter, wenn es nach ihr ginge, wollte Sie ständig und immer
Kinder haben.
Im September 1999, hat Bølles Enkel, Nissen's Beauty Baroness SIA mein
Herz im Sturm erobert, sie war so lieb und anhänglich und hat viele
Kosenamen gehabt „Pjuske“ heißt so viel wie Zäusel, sie hat wie Bølle
immer das Fell hochgestellt wenn sie liebkost wurde, ob es erblich ist,
kann ich nicht sagen, aber Bølle stellte auch das Fell, wenn er verliebt
ist und kosen will.
Leider wurde unsere kleine Schönheit nur knapp 2 Jahre alt, sie bekam
ein Blutgerinnsel im Gehirn, und wir mussten viel zu früh Abschied
nehmen von ihr, nachdem sie nur einen Wurf hatte mit IC. Longwiew Sir
Lancelot.
Die Kombination Vimmer & Trille war sehr gut, darum reiste Trille wieder
nach Jütland, und das Ergebnis waren sechs schöne Blue-Point Kitten im
Juni 2000.
Ich bin mit großer Leidenschaft Siamzüchter, und hoffe auch noch viele
weitere Jahre.
Natürlich ist nicht alles reiner Freude, es gaben auch Situationen und
Erfahrungen, die weh getan haben, ich denke das ist schwer zu umgehen,
wenn man mit lebenden Wesen zu tun hat.
Meine Suche nach gutem und internationalem Zuchtmaterial, mit
interessanten Stammbäumen, ist nicht unbedeutend, wenn man eine seriöse
Zucht betreiben möchte, von klassischen und dem Standard gerechten Typ
von Tieren, sowie die Richter sie gerne haben wollen.
Aber ich möchte auch den allgemeinen „Liebhaber“ Interessenten gerecht
werden, die nicht den Ausstellungstyp wollen. Oft werde ich am Telefon
gefragt: Wie ist der Typ?
Ich möchte dem Käufer ein gutes Erlebnis geben mit ihrem kleinen neuen
Mitbewohner, dass sie einen guten Charakter haben gesund sind und keine
Probleme mit dem Umzug haben.
Sind sie dann später auf den Ausstellungen oder kommen in die Zucht, und
alles läuft zu ihrer Zufriedenheit, dann bin ich auf dem richtigen Weg.
Juli 2000
Heide Petersen
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